Für Rumänien ist die Donau der wichtigste Fluss überhaupt, schließlich passiert sie das Land auf über 1000 Kilometern und mündet in einer der schönsten Landschaften des Landes ins Schwarze Meer – dem Donau-Delta. Es handelt sich um das zweitgrößte Flussdelta in Europa – nur das Delta der Wolga ist noch größer. Das ganze Gebiet umfasst etwa 5000 km² und gilt als wichtiges Ökogebiet.
In drei Hauptarme zerfällt die Donau hier, zu denen weitere unzählige Nebenarme kommen. Dazwischen liegen Inseln, Auwälder, Seen und Altarme des Flusses, die im Laufe der Zeit entstanden, in dem sich Sand und andere Sedimente im ruhiger fließenden Wasser abgelagert haben. So entstanden Sandbänke oder eben sogar ganze Inseln.
Kaum vorstellbar, wenn man es nicht selbst gesehen hat: Auf tausenden Kilometern durchzieht ein mächtiger Strom halb Europa und auf den letzten Metern verliert er sich in einer schlammigen Landschaft und kleinen Wasserläufen.
Selbst die UNESCO hat bereits die überragende Bedeutung dieses Naturraumes erkannt und das Donaudelta zum Biosphärenreservat erhoben, das somit nun unter Naturschutz steht.
Besonders als riesiges Schilfrohrgebiet ist das Donaudelta bekannt geworden, das einer großen Zahl von Tieren und Pflanzen ein zu Hause bietet. Über 4000 Tierarten sollen es insgesamt sein, darunter viele Fische und andere Wasserlebewesen. Aber insbesondere die Fische machen das Donaudelta zur nahrungsreichen Region. Das muss bereits weit vor unserer Zeitrechnung zu einer Besiedelung dieses Raumes geführt haben, denn die Menschen lebten zu allen Zeiten gut vom und mit dem Fisch.
Und auch Vogelkundler sind vom Donaudelta begeistert: neben vielen heimischen Arten ist das Delta auch eine bedeutende Zwischenstation für Zugvögel auf dem Weg nach Süden.