Archiv für August 2006

Tourismus in Rumänien

Montag, 14. August 2006

Rumänien wird von Touristen aus dem Westen gerade erst neu als Reiseland entdeckt. Für den Tourismus kommt dem Land eine Gegebenheit zugute, die ihm sonst wirtschaftlich schadet: Rumänien ist nur sehr wenig industrialisiert. Außerhalb der großen Städte findet man landwirtschaftlich geprägte Regionen, in denen Ackerbau noch wie zu Großvaters Zeiten betrieben wird. Gerade die nichtindustrialisierte Landwirtschaft bedeutet für Rumänien ein wertvolles, touristisches Kapital: Das Land ist voll von Naturparks.

Während die rumänische Küste des Schwarzen Meers touristisch recht weit erschlossen ist und als Region für den günstigen Badeurlaub für die Familie gilt, sind viele Regionen im Landesinneren noch kaum entdeckt. Das soll sich auch nach dem Willen der offiziellen Touristenorganisationen in Rumänien jetzt ändern.

Im Jahr 2007 wird Rumänien der Europäischen Union beitreten. In diesem Jahr stellt das Land auch zum ersten mal eine “Europäische Kulturhauptstadt”. Mit Sibiu – dem ehemaligen Hermannstadt – ist dafür eine gute Wahl getroffen worden. Sibiu ist das wirtschaftliche und kulturelle Zentrum der Region Siebenbürgen.

Touristisch entdeckt wird das riesige Naturreservat des Donaudelta. Das größte Feuchtgebiet in Europa ernährt heute seine wenigen Bewohner hauptsächlich durch deren Fischfang. Aber schon jetzt werden hier auch durch die Zahlreichen Donau Kreuzfahrten erste Arbeitsplätze im Tourismus geschaffen.

Wie in ein Freilichtmuseum versetzt fühlt man sich in den Marmures. Nach einem alten rumänischen Sprichwort messen die Uhren in der Marmures nicht die Zeit – sondern die Ewigkeit. Hier scheint wirklich die Zeit stehen geblieben zu sein – und angeboten wird zum Beispiel ein Urlaub auf dem Bauerhof wie vor 3 Generationen.

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Markus Lenk
markus@poezdka.de