Wer sich für einen Urlaub in Bulgarien entscheidet, kann aus einer enormen Vielfalt an Möglichkeiten schöpfen und besonders im Sommer vom angenehmen Klima und der wunderschönen Landschaft Bulgariens profitieren. Neben Sonne und atemberaubenden Stränden gibt es auch in kultureller Hinsicht viel zu erleben und auch in Sachen spektakuläre Natur gibt es in Bulgarien viel zu sehen.
Bekannt und berühmt sind natürlich die Karpaten und auch das Banat, aber kennen Sie auch die Schlammvulkane Bulgariens? Entdeckt wurde diese Naturkuriosität im Jahre 1867 als der Franzose H. Cognard bei Ölbohrungen Zeuge eines seltsamen Spektakels wurde. Aus verschieden großen Erdhügeln (zwischen ein und acht Metern hoch) schoss Schlamm aus der Erde, der die umliegende Fläche gerade zu verödete. Anfang des 20. Jahrhunderts, genau genommen 1924, wurde die Gegend zum Naturreservat gemacht und mit der Erforschung dieses Phänomens begonnen. Heute weiß man, dass der Grund für die so genannten Schlammvulkane etwa 3000 Meter unter der Erde liegt. Tief unter der Erdoberfläche kommt es zu Gaseruptionen, durch die das Gas nach oben gedruckt wird. Auf dem Weg zur Oberfläche kommt es natürlich an jeder Menge tonhaltigem Boden und auch dem Grandwasser vorbei, was die schlammartige Substanz, die nach oben sprudelt, erklärt. An der Oberfläche angelangt trocknet der Schlamm schnell und formt kegelartige Hügel, die wie kleine Mini-Vulkane aussehen.
Doch nicht nur Wasser und Erde werde aus dem Erdinneren noch oben transportiert. Auch Schwefel und Salzwasser gelangen an die Oberfläche und sorgen für einen drastischen Effekt: Die Umgebung der Schlammvulkane wird gerade zu verödet und eine unwirtliche Landschaft ist die Folge. Das Naturreservat bekommt so gleichzeitig eine faszinierende, aber auch unheimliche Atmosphäre, die einen bleibenden Eindruck hinterlässt. Die Kraft, mit der der Schlamm aus der Erde geschleudert wird, steht in merkwürdigen Kontrast zur Öden Landschaft um die Mini-Vulkane herum. Immer wieder sieht man aber auch seltene und über alle Maßen widerstandsfähige Pflanzen, die es trotz der ‚griftigen‘ Schlammregenfälle schaffen, zu überlegen.
Wer zwischen Sommer, Sonne, Strand und Kultur bei seinem Bulgarien-Urlaub mal eine ganz eigene und ungewöhnliche Bulgarien-Erfahrung machen möchte, der sollte also die Schlammvulkane in Berca ansteuern und das kuriose Spektakel auf sich wirken lassen.
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Schlammregen als sehenswertes Naturspektakel!
Freitag, 11. Februar 2011Das Donaudelta
Mittwoch, 15. Dezember 2010Für Rumänien ist die Donau der wichtigste Fluss überhaupt, schließlich passiert sie das Land auf über 1000 Kilometern und mündet in einer der schönsten Landschaften des Landes ins Schwarze Meer – dem Donau-Delta. Es handelt sich um das zweitgrößte Flussdelta in Europa – nur das Delta der Wolga ist noch größer. Das ganze Gebiet umfasst etwa 5000 km² und gilt als wichtiges Ökogebiet.
In drei Hauptarme zerfällt die Donau hier, zu denen weitere unzählige Nebenarme kommen. Dazwischen liegen Inseln, Auwälder, Seen und Altarme des Flusses, die im Laufe der Zeit entstanden, in dem sich Sand und andere Sedimente im ruhiger fließenden Wasser abgelagert haben. So entstanden Sandbänke oder eben sogar ganze Inseln.
Kaum vorstellbar, wenn man es nicht selbst gesehen hat: Auf tausenden Kilometern durchzieht ein mächtiger Strom halb Europa und auf den letzten Metern verliert er sich in einer schlammigen Landschaft und kleinen Wasserläufen.
Selbst die UNESCO hat bereits die überragende Bedeutung dieses Naturraumes erkannt und das Donaudelta zum Biosphärenreservat erhoben, das somit nun unter Naturschutz steht.
Besonders als riesiges Schilfrohrgebiet ist das Donaudelta bekannt geworden, das einer großen Zahl von Tieren und Pflanzen ein zu Hause bietet. Über 4000 Tierarten sollen es insgesamt sein, darunter viele Fische und andere Wasserlebewesen. Aber insbesondere die Fische machen das Donaudelta zur nahrungsreichen Region. Das muss bereits weit vor unserer Zeitrechnung zu einer Besiedelung dieses Raumes geführt haben, denn die Menschen lebten zu allen Zeiten gut vom und mit dem Fisch.
Und auch Vogelkundler sind vom Donaudelta begeistert: neben vielen heimischen Arten ist das Delta auch eine bedeutende Zwischenstation für Zugvögel auf dem Weg nach Süden.