Rumäniens ist recht reich an Bodenschätzen, von denen vor allem Kohle, Salz, Eröl und Erdgas ausgebeutet werden, aber auch nach Gold wird geschürft. Zu über 40 Prozent wird das Territorium des Landes landwirtschaftlich in Form von Ackerland genutzt, etwa 30 Prozent bestehen aus bewaldeten Flächen und etwa 20 Prozent sind Weideflächen.
Nach Schätzungen erwirtschaftete Rumänien im Jahre 2008 ein Bruttoinlandsprodukt von ungefähr 213 Milliarden US-Dollar. Bei einer Bevölkerung von etwa 21,5 Millionen Einwohnern bedeutet das einen Schnitt von knapp 10 000 US-Dollar pro Kopf. Die Entwicklung der rumänischen Volkswirtschaft verlief in den vergangenen Jahren positiv, dennoch bedarf diese weiterer drastischer Reformen. Die beträchtlichen Zuwächse der Wirtschaft Anfang des Jahrtausends rühren vor allem aus der Landwirtschaft, der Industrie und dem Bauwesen her. Vor allem in der Bauwirtschaft werden für die kommenden Jahre weitere Zuwächse erwartet. Auch die Bereiche Verkehr (speziell Bahn und Häfen) und generelle Energieprojekte befinden sich im Aufschwung. Dieser Aufschwung wird nicht zuletzt durch EU-Programme, die durch internationale Finanzinstitute gestützt werden, befördert. Auch solche Einzelbranchen wie Informations- und Kommunikationstechnologie nehmen verstärkt Fahrt auf. Ebenso verzeichneten das Versicherungswesen, der Tourismus, die Pharmaindustrie, die Lebensmittelindustrie und der Großhandel sowie der Maschinenbau und die Fahrzeugproduktion (Dacia) Zuwächse.
Durch tiefgreifende Umstrukturierungen erlitt allerdings die Schwerindustrie einen merklichen Einbruch, während dessen die Dienstleistungsbranche zulegte. Nach dem Beitritt zur EU musste eine sehr hohe Inflationsrate verzeichnet werden, die in den letzten Jahren allerdings abflachte. Obwohl die Wirtschaftsleistung kontinuierlich wächst und auch die Exportrate zulegt, musste ein Außenhandelsdefizit verbucht werden, da durch Kreditvergaben voluminöse Importraten hochwertiger Investitions- und Konsumgüter möglich waren.
Ein wichtiges wirtschaftliches Ziel Rumäniens ist es, im Jahre 2012 dem Euro-Raum beizutreten. Dafür wird allerdings wegen des angesprochenen Defizits eine strikte Sparpolitik durchgesetzt werden müssen. Mit einem durchschnittlichen Wachstum von 6 – 7 Prozent im Jahr kann Rumänien (neben Polen) mit Fug und Recht als der “Tigerstaat” schlechthin in Mitteleuropa bezeichnet werden.