Die Wirtschaft Rumäniens

08. Juni 2011

Rumäniens ist recht reich an Bodenschätzen, von denen vor allem Kohle, Salz, Eröl und Erdgas ausgebeutet werden, aber auch nach Gold wird geschürft. Zu über 40 Prozent wird das Territorium des Landes landwirtschaftlich in Form von Ackerland genutzt, etwa 30 Prozent bestehen aus bewaldeten Flächen und etwa 20 Prozent sind Weideflächen.

Nach Schätzungen erwirtschaftete Rumänien im Jahre 2008 ein Bruttoinlandsprodukt von ungefähr 213 Milliarden US-Dollar. Bei einer Bevölkerung von etwa 21,5 Millionen Einwohnern bedeutet das einen Schnitt von knapp 10 000 US-Dollar pro Kopf. Die Entwicklung der rumänischen Volkswirtschaft verlief in den vergangenen Jahren positiv, dennoch bedarf diese weiterer drastischer Reformen. Die beträchtlichen Zuwächse der Wirtschaft Anfang des Jahrtausends rühren vor allem aus der Landwirtschaft, der Industrie und dem Bauwesen her. Vor allem in der Bauwirtschaft werden für die kommenden Jahre weitere Zuwächse erwartet. Auch die Bereiche Verkehr (speziell Bahn und Häfen) und generelle Energieprojekte befinden sich im Aufschwung. Dieser Aufschwung wird nicht zuletzt durch EU-Programme, die durch internationale Finanzinstitute gestützt werden, befördert. Auch solche Einzelbranchen wie Informations- und Kommunikationstechnologie nehmen verstärkt Fahrt auf. Ebenso verzeichneten das Versicherungswesen, der Tourismus, die Pharmaindustrie, die Lebensmittelindustrie und der Großhandel sowie der Maschinenbau und die Fahrzeugproduktion (Dacia) Zuwächse.

Durch tiefgreifende Umstrukturierungen erlitt allerdings die Schwerindustrie einen merklichen Einbruch, während dessen die Dienstleistungsbranche zulegte. Nach dem Beitritt zur EU musste eine sehr hohe Inflationsrate verzeichnet werden, die in den letzten Jahren allerdings abflachte. Obwohl die Wirtschaftsleistung kontinuierlich wächst und auch die Exportrate zulegt, musste ein Außenhandelsdefizit verbucht werden, da durch Kreditvergaben voluminöse Importraten hochwertiger Investitions- und Konsumgüter möglich waren.

Ein wichtiges wirtschaftliches Ziel Rumäniens ist es, im Jahre 2012 dem Euro-Raum beizutreten. Dafür wird allerdings wegen des angesprochenen Defizits eine strikte Sparpolitik durchgesetzt werden müssen. Mit einem durchschnittlichen Wachstum von 6 – 7 Prozent im Jahr kann Rumänien (neben Polen) mit Fug und Recht als der “Tigerstaat” schlechthin in Mitteleuropa bezeichnet werden.

Schlammregen als sehenswertes Naturspektakel!

11. Februar 2011

Wer sich für einen Urlaub in Bulgarien entscheidet, kann aus einer enormen Vielfalt an Möglichkeiten schöpfen und besonders im Sommer vom angenehmen Klima und der wunderschönen Landschaft Bulgariens profitieren. Neben Sonne und atemberaubenden Stränden gibt es auch in kultureller Hinsicht viel zu erleben und auch in Sachen spektakuläre Natur gibt es in Bulgarien viel zu sehen.
Bekannt und berühmt sind natürlich die Karpaten und auch das Banat, aber kennen Sie auch die Schlammvulkane Bulgariens? Entdeckt wurde diese Naturkuriosität im Jahre 1867 als der Franzose H. Cognard bei Ölbohrungen Zeuge eines seltsamen Spektakels wurde. Aus verschieden großen Erdhügeln (zwischen ein und acht Metern hoch) schoss Schlamm aus der Erde, der die umliegende Fläche gerade zu verödete. Anfang des 20. Jahrhunderts, genau genommen 1924, wurde die Gegend zum Naturreservat gemacht und mit der Erforschung dieses Phänomens begonnen. Heute weiß man, dass der Grund für die so genannten Schlammvulkane etwa 3000 Meter unter der Erde liegt. Tief unter der Erdoberfläche kommt es zu Gaseruptionen, durch die das Gas nach oben gedruckt wird. Auf dem Weg zur Oberfläche kommt es natürlich an jeder Menge tonhaltigem Boden und auch dem Grandwasser vorbei, was die schlammartige Substanz, die nach oben sprudelt, erklärt. An der Oberfläche angelangt trocknet der Schlamm schnell und formt kegelartige Hügel, die wie kleine Mini-Vulkane aussehen.
Doch nicht nur Wasser und Erde werde aus dem Erdinneren noch oben transportiert. Auch Schwefel und Salzwasser gelangen an die Oberfläche und sorgen für einen drastischen Effekt: Die Umgebung der Schlammvulkane wird gerade zu verödet und eine unwirtliche Landschaft ist die Folge. Das Naturreservat bekommt so gleichzeitig eine faszinierende, aber auch unheimliche Atmosphäre, die einen bleibenden Eindruck hinterlässt. Die Kraft, mit der der Schlamm aus der Erde geschleudert wird, steht in merkwürdigen Kontrast zur Öden Landschaft um die Mini-Vulkane herum. Immer wieder sieht man aber auch seltene und über alle Maßen widerstandsfähige Pflanzen, die es trotz der ‚griftigen‘ Schlammregenfälle schaffen, zu überlegen.
Wer zwischen Sommer, Sonne, Strand und Kultur bei seinem Bulgarien-Urlaub mal eine ganz eigene und ungewöhnliche Bulgarien-Erfahrung machen möchte, der sollte also die Schlammvulkane in Berca ansteuern und das kuriose Spektakel auf sich wirken lassen.